Gesundheit

Holzinger kritisiert die Verlogenheit der Regierung beim Kampf gegen arbeitsbedingten Krebs

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„Ich finde es verlogen, bei internationalen Konferenzen Reden zum Kampf gegen arbeitsbedingten Krebs zu schwingen, aber im eigenen Land Beschäftigte und Lehrlinge in der Gastronomie wissentlich krebsfördernden Substanzen auszusetzen“, kritisiert Daniela Holzinger, Gesundheitssprecherin der Liste Pilz, die Ausführungen von Ministerin Hartinger-Klein anlässlich der internationalen Konferenz „Kampf gegen arbeitsbedingten Krebs“ in Wien im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft.

Dass Beschäftigte in der Gastronomie durch das Passivrauchen einer erhöhten Belastung krebsfördernder Substanzen ausgesetzt sind, ist wissenschaftlich bewiesen.

„Hier wäre es ein Leichtes, die Beschäftigten zu schützen, indem das Rauchen dort generell verboten wird“, führt Holzinger aus: „Doch die Regierung macht lieber durchsichtige Klientelpolitik für einen Teil der Gastronomen und für die Tabakindustrie. Als Gesundheitsministerin wird Hartinger-Klein durch die Parteichefs der Koalition Kurz und Strache gezwungen, eine Politik umzusetzen und mitzutragen, die gegen das ursprünglichste Interesse ihres Ressorts geht, nämlich möglichst gesunde Arbeitsplatzbedingungen zu schaffen.“

Stellvertretend für die Abgeordneten der Liste Pilz fordert Daniela Holzinger daher dazu auf, das Don’t smoke-Volksbegehren zu unterzeichnen. Das ist die wirksamste Methode, um die Beschäftigten in der Gastronomie zu schützen:

„Bitte gehen Sie auf das Amt und unterschreiben Sie dieses Volksbegehren, selbst wenn Sie Raucher sind. Niemand sollte von Gesetzes wegen gezwungen werden, Rauch einzuatmen – schon gar nicht minderjährige Lehrlinge.“

Foto: © Farsam Dalaee