Gesundheit & Tierschutz

Bei der Pflege zu sparen ist ein Skandal

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Das Pflegegeld hat seit seiner Einführung im Jahr 1993, in der höchsten Stufe bereits 600 € (pro Monat!) an Wert verloren.
Das passiert, weil es keinen automatischen Ausgleich des inflationsbedingten Wertverlustes gibt.

Mit anderen Worten, nimmt die Regierungspolitik (ÖVP und FPÖ) billigend in Kauf, dass pflegebedürftigen Menschen jedes Jahr, automatisch etwas weniger Geld zum Leben bleibt.
Geld nämlich, dass diese Menschen tatsächlich ZUM LEBEN brauchen. Also etwa um Pflegedienste bezahlen oder Anschaffungen wie Rollstühle und sonstige Hilfen tätigen zu können:

Hin und wieder zeigt sich die Politik dann großzügig und beschließt für die eine oder andere Gruppe eine Pflegegelderhöhung. Natürlich begleitet von gegenseitigem Schulterklopfen ob der großartigen Leistung.

100 € pro Monat beträgt der Wertverlust seit der letzten Anpassung.

Deshalb will sich die Regierung nun wieder auf die Schultern klopfen und das Pflegegeld ab Stufe 4 anheben.

Dass damit all jene, die sich in häuslicher Pflege befinden und bis zu 160 Stunden Pflegebedarf pro Monat haben, ganz einfach durchfallen, ist Türkis und Blau egal.

Ich fordere deshalb die Koppelung des Pflegegeldes an den Verbraucherpreisindex und damit eine automatische Abgeltung der Teuerung!
(So wie es die Regierung bereits für die Parteienförderung umgesetzt hat - diese werden ganz selbstverständlich an die Inflation angepasst - sind ja so bedürftig!)