Familie

Ausbau statt Rückschritt bei Kinderbetreuung in Oberösterreich

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Die Kindertagesheimstatistik 2018/2019 zeigt, dass sich die Anzahl der Gemeinden ohne institutionelle Kinderbetreuungseinrichtungen in Oberösterreich verdoppelt hat.
Das ist für JETZT-Familiensprecherin Daniela Holzinger ein erschreckender Rückschritt:

„Die türkis-blaue Familienpolitik in Oberösterreich ist gescheitert, wie die Kindertagesheimstatistik zeigt. Das Ziel sollte sein, die qualitative Kinderbetreuung weiter auszubauen, stattdessen hat sich die Zahl der Gemeinden ohne Nachmittagsbetreuung verdoppelt. Die durchschnittliche tägliche Öffnungszeit ist zudem landesweit gesunken und in jeder vierten Gemeinde in Oberösterreich wird gar keine Nachmittagsbetreuung angeboten.“

Holzinger führt diese Entwicklung auf die Einführung von Kindergartengebühren am Nachmittag zurück. Landeshauptmannstellvertreterin Haberlander meinte zwar im Volksblatt:

„Der herbeigeredete Zusammenbruch des Systems ist nicht eingetreten.“

Das ist jedoch für Holzinger nicht hinnehmbar:

„Haberlander rühmt sich damit, dass die Kinderbetreuung in Oberösterreich nur ein bisschen schlechter wurde und kein kompletter Systemkollaps eingetreten sei. Wenn das der Anspruch der "Familienpartei" ÖVP ist, dann gute Nacht! Normalerweise sollte der Staat den BürgerInnen mehr und günstigere Kinderbetreuung bieten, nicht weniger und auch noch teurer! Doch die ÖVP befindet sich im Rückwärtsgang und steht für vorgestrige Konzepte, frei nach dem Motto: "Mütter an den Herd"!“

Holzinger erklärt:

„Im Bereich der Kinderbetreuung muss nun eine Trendwende zu einem flächendeckenden und ganztägigen Angebot, das für alle leistbar ist, eingeleitet werden. Daher fordere ich die Rücknahme der Kindergartengebühren für die Nachmittagsbetreuung in Oberösterreich sowie einen bundesweiten qualitativen und quantitativen Ausbau im Sinne der Familien und der KindergartenpädagogInnen!"