Arbeit & Soziales

Anrechnung von Karenzzeiten muss gesetzlich verankert werden

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„Es ist schön, dass nun auch die SPÖ versteht, dass die Anrechnung von Karenzzeiten bei Gehaltsvorrückungen gesetzlich verankert werden muss. Und die ÖVP muss endlich einsehen, dass rein kollektivvertragliche Lösungen nicht ausreichend sind“, meint die Familiensprecherin der Liste Pilz, Daniela Holzinger.

Derzeit ist in den meisten Kollektivverträgen keine oder nur ein Teil der Karenzzeit anrechenbar. Die Situation von Mehrkind-Familien ist zudem in Kollektivverträgen überhaupt nicht berücksichtigt.

„Wenn es den Parteien um ernsthafte Lösungen im Sinne der Eltern geht, muss eine gesetzliche Regelung her“, meint Holzinger, die bereits Ende September zwei entsprechende Entschließungsanträge eingebracht hat. „Ich fordere daher alle Parteien auf, meinen Anträgen zuzustimmen.“

Durch die Nichtanrechnung der Karenzzeiten werden zumeist Frauen oft ihr gesamtes Berufsleben lang gehaltsmäßig schlechter gestellt. Es kommt sogar zu Auswirkungen auf die Höhe der Pension.

„Nicht nur die Gehaltsschere wird dadurch größer, sondern auch die Pensionsschere zwischen Männern und Frauen. Daher muss die Bekämpfung von geschlechtsspezifischen Lohnungerechtigkeiten auf dem Arbeitsmarkt vor allem für die Regierung als Gesetzgeber ein Gebot der Stunde sein. Sich nur in schöne Worte zu hüllen, reicht nicht aus. Taten müssen endlich folgen“, stellt die Familiensprecherin fest.

Foto: © Fayad Mulla